Dauerausstellungen

Kaiserzeit

Ein Original-Schulzimmer wie aus der Kaiserzeit mit Bänken und klappbaren Tischflächen

Im Ausstellungsraum wird der Einfluss des Kaisers auf Gesellschaft und Schule gezeigt. Hier wird anhand von Fotografien, Wandbildern und Karten verdeutlicht, wie sehr die kaiserlichen Doktrinen das Familienleben und das Lernen in der Schule geprägt haben. Die zahlreichen Exponate aus den Bereichen Schreiben und Handarbeit, die Schulranzen, Brottaschen und Schiefertafeln sowie der Auszug aus dem Strafbuch einer Landschule vermitteln einen lebendigen Eindruck über das Leben der Kinder zu Kaisers Zeiten.

"Museumsbesuch als Theaterstück": Im original eingerichteten Klassenzimmer aus der Kaiserzeit können die Besucher sich im Rahmen einer Führung auf die alten Bänke setzen und auf spielerische Art lernen , wie Schulunterricht vor (über) 100 Jahren vonstatten ging. Auch die Exponate – Lehrerpult, Wandbilder, Wandtafel, Ofen und Waschschüssel – vermitteln einen Eindruck von "Schule zur Kaiserzeit".

 

 

Naturwissenschaft in der Weimarer Republik

Blick in den Physikraum mit Original-Tischen und Bänken aus der Zeit der ReformpädagogikDie Ausstellung zeigt historische Apparaturen des Physikunterrichts sowie zahlreiche Exponate aus Biologiesammlungen.

An dem Mobiliar aus einer Hamburger Reformschule – Gruppentische mit Hockern für die Schüler, ein Demonstrationstisch für den Lehrer – wird deutlich, wie sehr sich Schule in der Weimarer Zeit verändert hat.

Die in den großen Glasschränken ausgestellten technischen Geräte dienen zwar in erster Linie der Veranschaulichung physikalischer Prozesse, aber auch ihre ästhetischen Aspekte – das Zusammenspiel von Funktion und Form – sollen hier vermittelt werden.

 

 

"Schule unterm Hakenkreuz"

 

Blick in den Ausstellungesraum zur Zeit des NationalsozialismusDie Ausstellung verdeutlicht die nationalsozialistische Durchdringung des Schulsystems „von oben nach unten“. Die erlassenen Gesetze und Verordnungen werden an Wand- und Schaubildern, im Schulbuch, im Konferenzprotokoll und im Schülerheft anhand originaler Exponate sichtbar.

Am Beispiel schulischen Lebens bietet die Ausstellung heutigen jungen Menschen viele Denkanstöße, z.B.: Wie funktioniert Manipulation? Wie wurden die damaligen Schüler und Lehrkräfte in ihrem Denken und Fühlen derart beeinflusst, dass die meisten von ihnen widerstandslos mitgelaufen sind?

Weitere Aspekte der Ausstellung sind Kinderlandverschickung, Krieg und Zerstörung, Hunger sowie Widerstand und Emigration.

 

Spiele der Straße um 1900

Blick in die SpielstraßeDie Ausstellungsecke „Spiele der Straße“ zeigt, wie die Kinder vor (über) 100 Jahren gespielt haben. Spielzeuge wie Kreisel und Lumpenpuppe, Bauklötze, Murmeln und Ball sowie das für Hamburg typische Tüdelband (ein großer, dünner Reifen aus Weidenholz) machen deutlich, mit wie wenig die Kinder damals ihr Spiel füllen und füttern konnten. Phantasie war wichtiger als Technik, und das notwendige Material kostete fast nichts.

 

 

125 Jahre in der Seilerstraße

Foto eines LehrerkollegiumsWandtafeln zeigen anhand von alten Fotos und Texten, was sich in der Seilerstraße in Hamburg-St. Pauli im Laufe der vergangenen 125 Jahre bewegt und verändert hat. Ganz besonders wird die Geschichte der Schulhäuser in der Seilerstraße 42 – in dem sich unser Museum befindet – und in der Seilerstraße 41- 43 dokumentiert und beschrieben.

Zur Geschichte des Schulgebäudes "Seilerstraße 42" hier ein detaillierter Beitrag.