Die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Hamburger Schulmuseum

laden Sie herzlich ein zum Gespräch

Zwischen Pflicht und Freiwilligkeit
Welche Möglichkeiten und Aufgaben haben KZ-Gedenkstätten heute?
Mittwoch, 21. März 2018 um 18.00 Uhr

Hamburger Schulmuseum

Seilerstraße 42, 20359 Hamburg

 

 

Die Berliner Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, hat kürzlich dafür plädiert, dass „jeder, der in diesem Land lebt, verpflichtet“ werden sollte, „mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besucht zu haben.“ Der Zentralrat der Juden fordert schon länger, dass zumindest Schülerinnen und Schüler höherer Klassen zum Besuch einer KZ-Gedenkstätte verpflichtet werden sollten.

Sind diese Vorschläge wichtig und richtig oder sind sie lediglich gut gemeint? Können verpflichtende Besuche dazu beitragen, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen wach zu halten, Empathie mit den Opfern aufzubauen und Antisemitismus und Rassismus zu begegnen? Oder ist der Weg der Freiwilligkeit der richtige, weil eigene Motivation die Voraussetzung dafür ist, sich intensiv mit der Geschichte und einfühlend mit ihren Opfern auseinanderzusetzen? Können angeordnete Besuche von KZ-Gedenkstätten vielleicht sogar kontraproduktiv wirken?

Wie sind die Erfahrungen aus der pädagogischen Praxis: Aus welchen Motiven und mit welchen Erwartungen kommen Menschen in KZ-Gedenkstätten? Welche Wirkungen werden einem Besuch zugeschrieben? Und was sind die Möglichkeiten, die eine KZ-Gedenkstätte tatsächlich hat?

Ulrike Jensen, Leiterin des Bereichs Gedenkstättenpädagogik an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, wird diese und andere Fragen mit Ihnen diskutieren und mit praktischen Beispielen aus ihrer Arbeit als Historikerin und Gedenkstättenpädagogin illustrieren.

Begrüßung: Marco Kühnert, Hamburger Schulmuseum

Moderation: Peter Hurrelbrink, Friedrich-Ebert-Stiftung

 

 

Wir würden uns freuen, Sie zu unserem Gespräch begrüßen zu dürfen.